Mölkky: Das finnische Wurfspiel einfach erklärt

Ein Mann wirft beim Mölkky das Wurfholz auf die nummerierten Holzkegel, Freunde sitzen auf der Wiese und schauen zu
Bild: KI-generiert

Von Eugen · Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026

Mölkky ist ein finnisches Wurfspiel mit zwölf nummerierten Holzkegeln und einem Wurfholz. Wer zuerst genau 50 Punkte erreicht, gewinnt. Die Regeln sind in zwei Minuten erklärt, trotzdem bleibt jede Runde bis zum Schluss spannend, weil man über 50 auf 25 zurückfällt. Hier findest du das Wichtigste auf einen Blick und den Weg zu allen Mölkky-Seiten.

Mölkky in Kürze

  • Spieler: ab 2, auch in Teams
  • Material: 12 nummerierte Kegel und 1 Wurfholz
  • Abstand: 3 bis 4 m von der Wurflinie zu den Kegeln
  • Punkte: ein Kegel zählt seine Zahl, mehrere zählen ihre Anzahl
  • Ziel: genau 50 Punkte, wer drüber kommt, fällt auf 25 zurück

Was ist Mölkky?

Zu Beginn stehen die zwölf Kegel eng zusammen in einer festen Aufstellung. Reihum wirft jeder Spieler das Wurfholz von unten auf die Kegel. Fällt genau ein Kegel, gibt es so viele Punkte wie die Zahl darauf. Fallen mehrere, zählt die Anzahl der umgefallenen Kegel. Danach werden die Kegel genau dort wieder aufgestellt, wo sie liegen. So verteilt sich das Feld mit jeder Runde weiter und das Zielen wird schwieriger.

Wer genau 50 Punkte erreicht, gewinnt. Wer über 50 kommt, fällt auf 25 zurück. Und wer dreimal hintereinander nichts trifft, scheidet aus. Gerade die letzten Würfe sind deshalb oft eine kleine Rechenaufgabe.

Woher kommt Mölkky?

Mölkky wurde 1996 in Finnland von der Firma Lahden Paikka entwickelt. Vorbild war das alte karelische Wurfspiel Kyykkä, bei dem ebenfalls Holzfiguren umgeworfen werden. Mölkky ist ein geschützter Markenname, heute vertreibt die Firma Tactic das Original. Ähnliche Spiele anderer Hersteller heißen deshalb finnisches Wurfspiel, Wikingerkegel oder Nummern-Kubb.

Alles rund um Mölkky

Für wen eignet sich Mölkky?

Mölkky ist ideal für gemischte Runden: Kinder, Großeltern und Ehrgeizige spielen auf Augenhöhe, weil Glück und Geschick sich die Waage halten. Kinder können mitspielen, sobald sie bis 50 zählen können oder jemand beim Rechnen hilft.

Du brauchst wenig Platz: Etwa 4 Meter Wurfabstand und ein paar Meter Fläche drumherum reichen, denn die Kegel fliegen nicht weit. Rasen ist ideal, auf Sand und festem Kies geht es auch. Auf hartem Boden wie Pflaster springen die Kegel stärker und das Holz leidet.

Mölkky, Wikingerschach oder Cornhole?

SpielTypischIdeal für
MölkkyKegel umwerfen und genau 50 Punkte erreichengemischte Runden, kleinere Flächen
WikingerschachTeamspiel mit Taktik, Holzklötze umwerfengrößere Gruppen, Garten und Park
CornholeSäckchen auf ein Board und ins Loch werfenPartys, auch auf Terrasse und Hof

Mölkky ausprobieren

Das Mölkky Original* aus finnischem Birkenholz ist der Maßstab, an dem sich alle anderen Sets messen. Günstigere Alternativen und worauf du dabei achten solltest, findest du in der Mölkky-Kaufberatung. Mit etwas Werkzeug baust du dir ein Set auch selbst.

Häufige Fragen zu Mölkky

Wie spricht man Mölkky aus?

Etwa wie „Mölkü“ mit kurzem ö und Betonung auf der ersten Silbe. Im Deutschen hört man oft auch einfach „Mölki“.

Wie viele Spieler braucht man für Mölkky?

Mindestens zwei. Nach oben gibt es kaum eine Grenze, ab etwa sechs Personen bildet man am besten Teams, damit die Wartezeit nicht zu lang wird.

Wie lange dauert eine Partie Mölkky?

Mit drei oder vier Spielern meist 15 bis 30 Minuten. Mit mehr Spielern oder Teams entsprechend länger.

Was ist der Unterschied zwischen Mölkky und Kubb?

Bei Mölkky spielt jeder für sich und sammelt Punkte bis genau 50. Bei Kubb treten zwei Teams gegeneinander an und werfen die Klötze der Gegenseite um. Den ausführlichen Vergleich findest du unter Mölkky oder Kubb?.

Ist Mölkky dasselbe wie das finnische Wurfspiel?

Ja, vom Spielprinzip her. Mölkky ist der geschützte Markenname des Originals. Andere Hersteller verkaufen das gleiche Spiel als finnisches Wurfspiel, Wikingerkegel oder Nummern-Kubb.