
Von Eugen · Zuletzt aktualisiert: 1. November 2026 · Zur Cornhole-Übersicht
Ein Cornhole Board selber bauen ist einfacher, als es aussieht: Ein Rahmen aus Latten, eine Sperrholzplatte, ein rundes Loch und zwei Klappbeine. In dieser Bauanleitung bekommst du ein komplettes Set mit zwei Boards in der Größe des deutschen Regelwerks, mit Zuschnittplan, Materialliste und einer Grafik zu jedem wichtigen Schritt.
Auf einen Blick
- Ergebnis: 2 Boards mit 90 × 60 cm, vorne 9,5 cm, hinten 25 cm hoch
- Zeit: etwa einen halben Tag, dazu Trockenzeit für den Lack
- Schwierigkeit: mittel, knifflig sind das Loch und die Beine
- Holz: 2 Sperrholzplatten und 4 Latten aus dem Baumarkt
Die Maße
| Teil | Maß |
|---|---|
| Board | 90 × 60 cm |
| Loch | Ø 15 cm |
| Lochmitte | 27,5 cm von der Oberkante, mittig |
| Höhe vorne | 9,5 cm |
| Höhe hinten | 25 cm |
Das sind die Maße des Deutschen Cornhole Verbands. Wer nach US-Maß bauen will, braucht 122 × 61 cm große Platten und hinten 30,5 cm Höhe. Alle Maße im Vergleich findest du unter Cornhole Maße und Abstand.
Material für zwei Boards
- 2 Sperrholzplatten* 90 × 60 cm, 15 mm (Birke oder Pappel)
- 4 Latten 20 × 80 mm, je 2 m lang
- Holzleim, wasserfest*
- ca. 40 Holzschrauben 4 × 50 mm
- 4 Schlossschrauben M8 × 50 mit Flügelmuttern* und Unterlegscheiben
- 4 kleine Holzklötze als Anschlag für die Beine (aus dem Verschnitt)
- Schleifpapier* in Körnung 120 und 180
- Klarlack für außen* auf Wasserbasis
Tipp: Lass die Sperrholzplatten im Baumarkt direkt auf 90 × 60 cm zuschneiden. Die Schnitte werden dort gerader als mit der Handkreissäge zu Hause. Aus einer großen Standardplatte mit 250 × 125 cm bekommst du sogar vier Platten, also Material für zwei Sets.
Werkzeug
- Stichsäge* für das Loch
- Akkuschrauber* mit Bohrern 3, 8 und 10 mm
- Schleifer* oder Schleifklotz
- Maßband*, Bleistift und ein Stück Schnur
- Pinsel* oder Lackrolle
- 2 Schraubzwingen
Bauanleitung: Cornhole Board Schritt für Schritt
Schritt 1: Rahmen bauen
Säge die Latten nach dem Zuschnittplan. Pro Board brauchst du zwei Längsseiten mit 90 cm und zwei Querseiten mit 56 cm. Die Querseiten sitzen zwischen den Längsseiten, so wird der Rahmen außen genau 60 cm breit. Bohre an jeder Ecke zwei Löcher mit 3 mm vor und verschraube die Latten. Prüfe mit dem Maßband über Kreuz, ob der Rahmen rechtwinklig ist: Beide Diagonalen müssen gleich lang sein.
Schritt 2: Platte aufleimen
Trage Holzleim auf die Oberkante des Rahmens auf, lege die Platte bündig auf und fixiere sie mit Schraubzwingen. Dann alle 15 cm verschrauben. Bohre vor und versenke die Schraubenköpfe etwas, damit die Säckchen später nicht hängen bleiben. Überstehende Kanten schleifst du nach dem Trocknen bündig.
Schritt 3: Loch aussägen
Markiere den Mittelpunkt: 27,5 cm von der hinteren Kante und 30 cm von der Seite. Binde einen Bleistift an eine Schnur, halte das Ende mit 7,5 cm Abstand auf den Mittelpunkt und zieh den Kreis. Bohre innen am Rand ein Startloch mit 10 mm, setze die Stichsäge an und säge langsam an der Linie entlang. Mit einer Lochsäge mit 152 mm Durchmesser geht es schneller, die braucht aber einen kräftigen Bohrer.
Schritt 4: Klappbeine montieren
Runde bei jedem 25 cm langen Bein ein Ende ab, damit es sich drehen kann. Halte das Bein innen an die Längsseite, etwa 6 cm vor dem hinteren Ende, und bohre mit 8 mm durch Längsseite und Bein. Steck die Schlossschraube von außen durch, innen kommen Unterlegscheibe und Flügelmutter drauf. Schraube innen einen kleinen Klotz als Anschlag an, damit das Bein im ausgeklappten Zustand senkrecht stehen bleibt. Stell das Board auf und kürze die Beine, bis die Hinterkante genau 25 cm hoch ist.
Schritt 5: Schleifen und lackieren
Schleife die Spielfläche erst mit Körnung 120, dann mit 180, und runde die Kante des Lochs leicht ab. Wer ein Motiv möchte, malt es jetzt mit Acrylfarbe auf, gerade Linien gelingen mit Malerkrepp. Danach zwei bis drei Schichten Klarlack auftragen und zwischen den Schichten fein anschleifen. Je glatter die Oberfläche, desto gleichmäßiger rutschen die Säckchen.
Säckchen kaufen oder selbst nähen
Am einfachsten kaufst du fertige Säckchen, zum Beispiel die GoSports Cornhole-Säckchen* mit 15 × 15 cm und Kunststofffüllung. Selbst nähen geht auch: Pro Säckchen zwei Quadrate aus festem Baumwoll- oder Canvasstoff mit 16 × 16 cm zuschneiden, drei Seiten zusammennähen, mit 400 g Kunststoffgranulat füllen und zunähen. Worauf es bei Gewicht und Füllung ankommt, steht unter Cornhole Säckchen.
Keine Lust zu bauen?
Fertige Sets gibt es schon für wenig Geld. Welche Größe und welches Material zu dir passen, zeigt unsere Kaufberatung Cornhole Set kaufen.
Dein Set ist fertig? Dann geht es mit den Cornhole Regeln weiter.
Häufige Fragen zum Cornhole selber bauen
Welches Holz eignet sich für ein Cornhole Board?
Für die Spielfläche Sperrholz mit 15 bis 18 mm Stärke, am besten Birke oder Pappel. Es ist stabil und verzieht sich kaum. Für den Rahmen reichen einfache Latten aus Fichte oder Kiefer.
Wie dick muss die Platte sein?
15 mm sind ein guter Mittelweg. Dünnere Platten federn und klingen hohl, dickere machen das Board unnötig schwer.
Wie groß muss das Loch sein?
15 cm Durchmesser. Die Lochmitte liegt beim deutschen Board 27,5 cm von der hinteren Kante entfernt und genau in der Mitte der Breite.
Wie hoch muss ein Cornhole Board sein?
Vorne 9,5 cm und hinten 25 cm. Vorne ergibt sich die Höhe aus Rahmen und Platte, hinten aus den Klappbeinen.
Wie bekomme ich das Loch schön rund?
Kreis mit Schnur und Bleistift anzeichnen, langsam mit der Stichsäge sägen und die Kante danach mit Schleifpapier um eine Rundung wickeln und nacharbeiten. Am saubersten wird es mit einer Lochsäge mit 152 mm.
Muss man ein Cornhole Board lackieren?
Ja, wenn du es draußen benutzt. Der Lack schützt das Holz vor Feuchtigkeit und sorgt für eine glatte Spielfläche, auf der die Säckchen gleichmäßig rutschen.
